…und ihre Aquarellmalerei

Ehrgeiz

Karreeich habe Spätdienst und Montag ist immer der schlimmste Tag. Da türmt sich Arbeit vom Wochenende und jetzt ist Wechselzeit bei Versicherungen. Bis auf ein verschnupftes Näschen bin ich fit und gesund. Apropos…unser Kollegenjogging schleift. Dafür habe ich Blut geleckt. Ich werfe die Bettdecke ab, springe  in meine Turnschuhe und laufe eine Runde ums Karree.  Ich grüße die Renter auf dem Weg zum Einkauf und lasse mir blöde Sprüche nachrufen. Egal, die Morgenluft mag ich und das Gefühl meinen Kreislauf in Schwung zu bringen. Als Morgenmuffel bin ich vor acht Uhr nicht wirklich zu genießen. Ich werde wohl nie diesen Halbmarathon im Sommer 2014 schaffen, aber der 10 Minutenlauf ist super. Anschließend werfe ich noch schnell meine Fitness CD ein und mache ein paar Bodyshap Übungen.

mohnerschrocken stelle ich fest, es ist bereits Kaffeezeit. Das  Wochenende ist einfach zu kurz, denn gestern hatte ich Dienst. Gleich nach dem Frühstück räumte ich den Tisch ab und kramte die Aquarellsachen vor.  Mit Feuereifer mischte ich  Farben und vergaß  Zeit und Raum. So entstanden etliche Bilder und ich verbiete meinem Zensor seine Mäkeleien. Ich sehe mich als Anfängerin, wenn ein paar Zeichen- Grundregeln aus grauer Vorzeit wohl noch in mir schlummern.  Nun meckert der Rücken und mein Magen knurrt… ich betrachte meine Werke, ….bin ganz zufrieden …wärme mir die Suppe auf und lasse den Tag ruhig ausklingen.

Als ich im Millenium Jahr meinen Mann kennen lernte, traf ich zum ersten Mal auf einen Badmintonspieler. Vorher kannte ich diesen Sport garnicht. Wir schlossen uns einer Hobbytrainingsgruppe an und so wurde aus einer Anfängerin eine ganz passable  Spielerin.  Mir war vor Jahren schon klar, dass dieser Sport nichts auf Dauer ist, denn es verschleißt  die Kniegelenke enorm. Das Herz-Kreislaufsystem wird ordentlich gefordert. Ich habe mich darauf  verlegt den Gegner mit einigen Spezialschlag-Varianten auszutricksen und die kann ich ganz gut. Seit meiner Scheidung hängt mein Schläger die meiste Zeit im Schrank. Vor zwei Tagen meldet sich mein EX-Mann, weil er einen Spielpartner suchte, und so waren wir heute mal wieder in der Sporthalle. Die Überraschung, es ist alles noch da…obwohl mein letztes Spiel viele Monate zurück liegt. Wir hatten unseren Spaß, wenn ich auch alle paar Minuten auf eine Trinkpause bestand, damit mein Puls sich nicht überschlägt. Sauna und ein Bierchen …wer im Ruheraum ungestört sein wollte, hatte heute Pech, den mein EX redete pausenlos.

Einigen gefiel es garnicht, dass ein Los entschied wer mit wem am Tisch sitzen würde. Ich fand es eher spannend, eine ganz ungewohnte Tafelrunde zu erleben.  Unsere Weihnachtfeiern sind immer wieder anders, von alternativem Baumschlagen in einer Tannenbaumschonung, über eine rustikale Bauernweihnacht, oder mit Glanz und Glitzer im feinen Schloss.

Diesmal feierten wir glanzvoll im „Radisson blue“ in Berlin Mitte, denn es gab einen Meilenstein zu feiern. Die festliche Halle mit dem Aquariumaufzug nicht gerade weihnachtlich, dafür aber das Essen und die Stimmung.

Als der Chef einen Apfel, aus dem Sack des Weihnachtsmann, gereicht bekam, dachte ich mir garnichts dabei. Äpfel gehören schließlich unter den Weihnachtsbaum. Als der Boss kurzerhand abbiss,  fiel bei mir noch nicht der Groschen, obwohl längst ein Raunen durch den Saal ging.

Dann klingelte es auch bei mir…der Firmenweihnachtsmann brachte für jeden Kollegen einen IPad mini. Das freut mich wirklich, denn anstrengende Wochen schreien geradezu nach einem kleinen Weihnachts -Geschenk.

 

Dieses wohlige Sonnta-morgen-gefühl stellt sich heute aber auch garnicht ein.  Als ich die Augen öffne ist es noch dunkel und jeder Versuch wieder einzuschlafen scheitert. Also stehe ich auf und beginne mit Frühsport. Plötzlich wird mir  schlecht und ich breche ab, wirst doch nicht schwanger sein 😉 dauernd diese Übelkeit. Über den Witz kann ich lachen,  koche mir einen Kaffee und fülle meinen Magen, ehe ich  den Rechner starte.  Gehe es endlich an, dieses Problem, das deine Nachtruhe stört. Ich habe eine Webseite zu basteln mit Video Loginmaske für Autmailresponder. Inzwischen ist es Mittag, der Magen knurrt und ich gebe auf. Beiße mir die Zähne aus und finde kein deutsches Plugin das hilft. Nun ist Schluss freue mich auf den Nachmittag mit meinem Schatz.

 

einer geht noch, denke ich und öffne meinen Blog um einen Laut abzugeben. Was ist los mit susi sorglos? Wo ist ihre ausgeglichene Gemütlichkeit hin? Hektische Tage. An meinem Geburtstag ist das Mittag nicht fertig, als die Gäste kommen, ich bin weder gewaschen noch Zähne geputzt…gab es noch nie…na und!

Ich sitze bis zur letzten Minute vor meinem neuen Spielzeug,  – ein Smartphone – und drehe an allen Knöpfen. Ich freue mich wie ein Kind über die zwitschernden Töne, wenn eine Nachricht eingeht. Das Ding macht nervös. Es liegt auf Arbeit in meiner Schreibtischschublade und immer wieder streiche ich über das Display und starre auf den bunten Bildschirm. Da bleibt keine Zeit für Post, Telefonate, ein ordentliches Abendbrot oder  ein Buch.  Aber im Warteraum beim Augenarzt ist es hilfreich. Was für ein tolles Teil.

(ist aber kein Motorola 😉 )
 
 

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Mein Bügelbrett steht seit Tagen im Wohnzimmer und wartet auf die Abarbeitung des Wäscheberges…Heute wird das auch wieder nix…Ich habe  statt dessen am Layout-Generator gedreht und auf meine Designkriktiker gehört. Susis Blog – Layout ist jetzt noch schnörkelloser… dieses durchscheinende Pflanzengestrüpp auf den Hintergrund ist rausgerissen,  weil es beim Lesen stört. Bei der Gelegenheit habe ich gleich das Favicon ausgetauscht und konsequent als Profilbild für alle Anwendungen geändert. Ein wenig deprimiert bin ich schon, aber das gibt sich, denke ich mir…habe  den Versuch mich durch ein Pseudonym zu tarnen endlich aufgegeben. Ich bin längst überall sichtbar und zu finden…was soll es …egal…

Seit Tagen ahnte ich es, ich bin mal wieder dran…und heute  hieß…ab zum Chef. Gelegentlich überprüft er unsere Arbeit, besonders die Gespräche mit Kunden. Mein Adrenalinspiegel steigt, wenn er mithört. Am Telefon ein Kunde, russischer Einwanderer mit unaussprechlichem Name der sich kaum ausdrücken kann. Am  liebsten würde ich ihn abhängen. Als Profi bleibe ich scheinbar ruhig. Wenn dem Chef mein genervter Unterton nicht auffällt, dann bin ich gut. Zum guten Ende löst sich alles, das Problem des Kunden, meine Anspannung und der Boss ist auch zufrieden. Wir Menschen werden jährlich gläserner,  alles ist meßbar, wie oft… wie lange…in welchem Verhältnis, für wieviel… mehr oder weniger vom Durchschnitt *grins* kann zufrieden sein im Moment liege ich gut im Rennen 😉

Wer ehrgeizig ist, der will nicht selten begehrt, bewundert und geliebt werden. Erfolg macht sexy. Frauen fühlen sich zu ehrgeizigen Männern hingezogen, Männer wiederum entwickeln unglaubliche Ambitionen, um auf die attraktivsten Frauen verführerisch zu wirken – bis hin zur manifestierenden Formel: mein Haus, mein Auto mein Boot. „Sex und Ehrgeiz sind Geschwister“, anthropologisch gesehen.

(Artikelauszug aus Karrierebibel.de)
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