…und ihre Aquarellmalerei

Krisen

Blöder Dienstag, begann schon mal damit, dass ich den Schirm rausfummeln musste, als ich zur Tür hinaus bin. der Arbeitgeber hat meine Brillenrechnung abgelehnt….warum? Weil mein Name falsch geschrieben ist. Kunde um Kunde will heute bedient werden und vor Feierabend noch eine Beschwerde über mich. Habe was falsch gemacht…oh Ärger lasse nach. Bloß raus hier und erstmal Luft schnappen und das Loch im Magen füllen. Die Chinapfanne ein Fehlgriff, mag die süße  Erdnuss-Curry-soße nicht. Lange Schlange bei Kaufland, die Kassiererin meckert “da hat wieder einer seinen Müll auf meinen Zigarettenkäfig abgeworfen”. Auch sie ist im Stress und der Übeltäter war ich… schweigend werfe schnell die paar Einkäufe in den Beutel und nix wie raus da. Mein Wohnungschloss klemmt, warte schon auf den Tag wo ich nicht mehr zur  Tür raus komme, weil ich eingesperrt bin ;-)

Nun wollen wir mal nicht den Teufel an die Wand malen, hatte ja auch gute Minuten, meine Waage war nett, und bekam unverhofft eine Massage während der Arbeitszeit, eine Marzipanstange genascht und ein kleines Bier. Und 143 Gratisaktien vom Arbeitgeber,…. weil wir nun den Börsengang geschafft haben.

Liebe Leser, heute fand ich  den  langen  Brief einer Blogleserin, die wie ich unter ihrer Autobahnphobie leidet.   In meiner Antwort habe ich  zusammengetragen was ich dazu weiß und sagen kann.  Da mein Blog oft unter den Suchworten „Autobahnphobie“  angeklickt wird, möchte ich meine Hinweise und Erfahrungen hier für alle einstellen.

Die Phobie im Allgemeinen hat immer Ursachen und ist nur die Spitze eines Eisberges, oft gibt es eine unbewusste  Schwierigkeit, einen Konflikt, eine anstehende Veränderung vor der man scheut. Als Ventil sucht sich der Körper bei manchen Menschen,  ein ungefährliches Ersatzobjekt. So wird stellvertretetend eine Phobie als  Ausweich-Problem-Kampffeld  erzeugt.
Es wird  von Experten geraten  nicht nur und zu sehr nach der Ursache zu suchen, sondern gleichzeitig Strategien zu finden damit umzugehen. Wenn ich zum Beispiel eine Vermeidungshaltung aufbaue, weitet sich die Phobie  auf andere Bereiche aus.

(habe ich bei  mir auch beobachtet, es wurde plötzlich schwierig auch auf Schnell-Straßen zu fahren etc.)

Tipp:
Sich sanft der Angst stellen, trotzdem fahren. Still beobachten was in Dir vorgeht;
Fragen: Wovor  habe ich genau Angst;  woran erinnert mich das; wie hat es angefangen; gibt es ähnliche Situationen im Alltag die keine Angst auslösen, aber Unbehagen? Wann wird sie stärker und wann weniger schlimm;   Was müsste ich meistern, wenn die Angst  nicht mehr da wäre? Die Angst ist eine Chance sich ungelösten Probleme zu stellen.
Wenn es beim Üben und „Sich stellen“  nicht so  gut läuft, nicht geißeln. Mit “zwei Schritten vor,  einem zurück“, komme ich auch voran. Das Wort schnell musste ich für mich streichen, zwingt mich die lästige Phobie anzunehmen.

Nichts mit Gewalt -  phobische Menschen sollen angeblich ehrgeizig und  sensibel  sein und  gerne alles unter  Kontrolle behalten.  Ich musste akzeptieren, dass ich etwas nicht gut kann,  Fehler mache und hinter dem Durchschnitt zurück bleibe. Hier bin ich sanft und nachsichtig  geworden.
Eine Zeit lang hatte ich in Gedanken dauernd diese Autobahnphobie,  und damit mein blödes  Problem im Kopf. Tatsächlich verschlimmert „ewiges sich damit beschäftigen“  die Lage. Im  Kopf wird das Fehlverhalten erst richtig breit getreten, wie ein ausgefahrener Weg.

Es ist zum Lachen:
Wenn ich entspannt fahre und an was anderes denke, bin ich schnell und sicher unterwegs…und plötzlich wird mir das bewusst…ich werde unruhig…kontrolliere auf einmal den Tacho…mein Verstand meint  „Donnerwetter ganz schön schnell“, …eben war noch alles ok und dann kommt das  unsichere Angstgefühl…der Kopf macht  den Stress, die Gedanken, das Vorwegnehmen einer Katastrophe, eines Misserfolges und doch lässt er sich  nicht einfach abschalten.
Fehlverhalten muss mühsam verlernt und durch Neues ersetzt werden.

im warsten Sinne es Wortes dreht sich mein Konflikt um:

alles  bestimmen zu wollen, ehrgeizig das Bestes rauszuholen, und immer die Kontrolle zu haben. Ich mache mir Druck. Meine Autobahnphobie ist ein Wiederstand gegen das “sich ständig  unter Druck setzen”. Kann aber bei Jedem anders sein.

Einfach Susi Sorglos sein,  annehmen was kommt,  sich treiben lassen, los lassen ist meine Aufgabe und tut mir gut. Letzlich liegt die Lösung in der Mitte, als  Suche nach dem rechten Maß.

  • ordentlich   Gas geben,…………………..       -> mit dem Strom schwimmen
  • schalten und walten   ………………….-> lasse andere machen  gib ab
  • alles im Griff haben………………………      -> vieles  rollt von allein
  • überholen vorbeiziehen ………………….   -> ich muss kein Rennen gewinnen
  • am Rad drehen………………………. -> lasse dich mitziehen und schaue wo es dich hin spült

Ablenkung in der Fahrsituation hilft,  wenn es ganz schlimm wurde habe ich laut von 100 rückwärts gezählt, bis die Angst nachließ. Langes langsames Ausatmen, sich auf die Atmung oder etwas Anderes konzentrieren.  Sich  Fehler erlauben.
Nicht von Wegen,  Zielen und Wünschen  abhalten lassen z. B. wegfahren. Evtl. vorübergehend  andere Wege finden. Ich  mache was ich will und fahre wohin ich  will,  dann eben langsamer und mit Umwegen, …auch öfter  mal mit dem Zug, das zu akzeptieren macht frei. Die ehrgeizige innere Stimme, “du mussssst es schaffen mit Auto zu fahren, oder bist gescheitert” , dieses Alles oder Garnichts,  habe ich ausgeschaltet.
Das stärkt mein Wohlbefinden mehr,  als wenn mir was verkneife oder aufzwinge, aber dennoch sanft gegen den Wiederstand arbeite.

Meine Autobahnphobie ist jetzt nicht mehr  vordergründig präsent. Ich spüre plötzlich wie normal das Autofahren wieder ist, entspannt, sicher  und mit wenig  Mißempfindungen.  Trotzdem habe ich meine Fahrten über die Autobahn noch nicht  gemeistert,  aber viele kleine  Schritte getan,   bei  mir heißt das,  entspannt und sicher Kurven und Schnellstraßen fahren, ein akzeptables Geschwindigkeitsmaß und die Erlaubnis, nicht immer  zu funktionieren…aber dafür immer öfter ;-) Vertrauen ins Autofahren und Routine aufbauen.

Dann habe ich gelesen, dass Autobahnphobie nicht gleich Autobahnphobie…Der Eine kann die leere breite glatte Straße nicht ab,  der Andere die vielen Autos,  wieder Einer den Druck schnell fahren zu müssen.  Auch als Beifahrer haben viele Angst, weil sie keine  Kontrolle haben.  Auch ich bin eine nervige Beifahrerin, geht  aber  noch leidlich gut, besser als  selber über die Autobahn zu fahren.
Schaut auch mal unter dem Link:

http://www.agoraphobie-info.de/

Keine Angst vor der Angst - Titel der Zeitschrift: Psychologie Heute – Compakt 30 2012

(Heft ist wirklich Spitze und Jeder findet hier Infos und Tipps für seine Situation)

Ich bin keine Therapeutin, habe die Lindenmethode probiert. Das  sind Meditations-CDs mit   Affirmationen und  der Aufforderung, auch wenn es schwer fällt, sich der Angstsituation zu stellen.

Akzeptiere die Situation, beobachte Dich und beantworte Dir ein paar Fragen, analysiere hin und wieder die Lage und dann übe, sei nachsichtig mit Dir und sanft. Freue Dich über jeden kleinen Fortschritt. Lebe und tue Dir Gutes, lasse Dich von nix abhalten…finde ein paar Tricks und Hilfsmittel die für Dich passen. Mache nicht zu großes Brimborium um die Phobie, sonst nährst Du sie noch, lasse sie nicht fett werden.
Ich fand unheimlich gut was ich irgendwo gelesen habe…“finde heraus  was Dir die Angst sagen will“, sie ist ein nützliches wichtiges  Gefühl,  ohne das die Menschen nicht existieren würden.
In diesem Sinne wünsche ich allen Autobahnphobie – Geplagten viel Glück und gute Fahrt.

Eure

Susi Sorglos

Es war kurz vor zehn, als ich vor meinem Optiker darauf wartete, dass die Tür sich öffnet. Meine neue Brille funktioniert nicht. Ich habe sie wieder und wieder probiert und kann damit nicht  scharf sehen. Die Alte ist besser. Das geht nicht, also ist das gute Stück nun reklamiert. Meine Augen sind noch mal neu vermessen, meine Wünsche noch mal besprochen, meine Alte noch mal verglichen und ich hoffe ich kriege nun das Rechte. Ich habe gelernt,  Gleitsichtbrillen  sind eben doch etwas anders als eine Arbeitsplatzbrille. Habe ich zu viel Geld bezahlt? Wieder diese Frage.
So ging mein Montag Vormittag ins Land …ehe ich zur Arbeit bin.

Gewöhnlich schalte ich den PC nach meinem Spätdienst nicht an. Doch da ist diese leichte Übelkeit…sind das die Ausläufer der letzten Magenverstimmung? Oder kommt das Unwohlsein aus dem Hinterkopf?  kopfgesteuert bringt mich  Altes zuweilen an die Kotzgrenze. Unzufriedene  Unruhe, gefolgt von  einem Impuls,  dessen Sinn ich erst im Nachgang begreife. Gedanken sind voller Zweifel drehen sich um, aufgeben, wegwerfen – Sinn und Unsinn meiner Blog- und Schreibprojekte. Die  Sehnsucht nach etwas kreativ Neuem.

Und dann mache ich diesen Blog auf und blättere durch die Seiten…das bin ich…schießt mir durch den Kopf, aber wen interessiert es? Ein paar Leser vielleicht und mich selbst… Sei nicht zu streng, mache eine Pause.  Für diese Zeilen schaltete ich  heute  Abend ausnahmsweise noch mal den Rechner an. Im Hintergrund dröhnen die Hits des letzten Jahres…”das ist alles nur in meinem Kopf”…was brüte ich aus?  Es wird  Zeit für meine Morgenseiten mit Tinte auf sauberem Papier ….mit der Hand schreiben,… das reinigt den Geist von Müll.

gleich beginnt mein Arbeitstag und ich stöbere noch mal durch meine Lieblingsblogs. Habe kein Lust, könnte mich aufs Bett werfen und faulenzen. Was war los an diesem Oktoberwochenende. Nichts Neues auf dem jährlich wiederkehrenden Stadtfest. Irgendwas ist mir auf den Magen geschlagen…die Pilzpfanne, vergiftete Erdbeerbowle? Keine Ahnung was, mein Magen hat eine Rückwärtsbewegung gemacht und das fühlt sich immer zum Kotzen an.

Am Sonnabend habe ich den Mitsubishi gestartet und bin über die Avus geschlichen. Meine Autobahnphobie kam nicht dazu mich zu quälen, stand fast nur im Stau – langsames Fahren. Hatte mir die Fahrstrecke vorher nicht angeschaut, einmal falsch abgebogen und das war’s dann. Völlig verfahren brauchte ich zwei Stunden, um meine Freundin in Schöneberg zu erreichen. Ihr liebevoll gedeckter Tisch mit griechischen Speisen ließ mich den Fahrstress verdauen und knoblauchverseucht fand ich diesmal  gleich die richtige Fahrspur für den Heimweg.

Montag ist der Arbeitsstress immer am größten…ich will nicht…und doch muss ich.

Vor einiger Zeit verabredete eine deutsche Firma ein jährliches Wettrudern gegen eine japanische Firma, das mit einem Achter auf dem Rhein ausgetragen wurde. Beide Mannschaften trainierten lange und hart, um ihre höchsten Leistungen zu erreichen. Als der große Tag kam, waren beide Mannschaften topfit, doch die Japaner gewannen das Rennen mit einem Vorsprung von einem Kilometer.

Nach dieser Niederlage war das deutsche Team sehr betroffen, und die Moral war auf dem Tiefpunkt. Das obere Management entschied, dass der Grund für diese vernichtende Niederlage unbedingt herausgefunden werden müsse. Ein Projektteam wurde eingesetzt, um das Problem zu untersuchen und um geeignete Abhilfemaßnahmen zu empfehlen. Nach langen Untersuchungen fand man heraus, dass bei den Japanern sieben Leute ruderten und ein Mann steuerte, während im deutschen Team ein Mann ruderte und sieben steuerten. Das obere Management engagierte sofort eine Beraterfirma, die eine Studie über die Struktur des deutschen Teams anfertigen sollte. Nach einigen Monaten und beträchtlichen Kosten kamen die Berater zu dem Schluß, daß zu viele Leute steuerten und zu wenige ruderten.

Um eine weitere Niederlage gegen die Japaner vorzubeugen, wurde die Teamstruktur geändert. Es gab jetzt vier Steuerleute, zwei Obersteuerleute, einen Steuerdirektor und einen Ruderer. Außerdem wurde für den Ruderer ein Leistungsbewertungssystem eingeführt, um ihm mehr Ansporn zu geben. “Wir müssen seinen Aufgabenbereich erweitern und ihm mehr Verantwortung geben.” Im nächsten Jahr gewannen die Japaner mit einem Vorsprung von zwei Kilometern. Das Management entließ den Ruderer wegen schlechter Leistungen, verkaufte die Ruder und stoppte alle Investitionen in ein neues Boot. Der Beratungsfirma wurde ein Lob ausgesprochen, und das eingesparte Geld wurde dem oberen Management ausbezahlt.

(entnommen aus scheissprojekt.de)
 
 

Kretas Süden ist nicht die klassische Ecke für Pauschaltouristen. Soviel las ich schon mal aus der interessanten Webseite über mein Urlaubsziel….und viele weitere wichtige Infos die ich brauchen kann

Plakias – Kreta

Wer hätte vor einem halben Jahr wissen können, dass morgen die Lufthansa streikt? Niemand, das ist Schicksal, zum Glück fliege ich mit Condor – sonst wäre mein Urlaub eine Luftnummer geworden

Ich habe nun meinen DSL Vertrag gekündigt und plötzlich ist mir etwas  mulmig. Du hast dann kein Internet mehr und brauchst Alternativen…auch deine Festnetznummer ist erstmal weg. Meine Kollegen warnen mich, mit so einem Surfstick, da gibt es Limits und Netzschwankungen :-( ….mir gefällt aber der Gedanke an diesen Surfstick und der  Kabelsalat am Schreibtisch entfällt. Aber wenn Du plötzlich nicht ins Internet kannst? Mir wird bewusst wie abhängig ich vom www geworden bin.  Telefonummern, Öffnungszeiten, Infos aller Art immer verfügbar…und meine Bloggerei natürlich. Ist dieser  Weg versperrt und sei es nur für Stunden oder Tage…welche Kathastrophe? Ich träume schlecht und kann mich nicht entscheiden diesen Stick zu kaufen…bis zum Monatsende bleibt Zeit  für eine Lösung.

Es kommt so gut wie nie vor, dass ich Übernachtungsgäste habe. Gestern Abend kam Gabi vorbei und sie blieb. So  wurde es eine kurze  Nacht  und ein unruhiger Morgen. Heute ist mein freier Tag und ich reihte mich in den Strom  fahrender Autos.  Am letzten Sonntag schaffte  ich es  die fünf Kilometer (Pseudo) Autobahn  auf Dreißig  zu erweitern. Ein Meilenstein ist gemeistert  und ich  zufrieden.  Während der Fahrt beobachte ich mich  und finde   Details, die zu meiner Angst gehören.  Je näher ich dem Ziel komme,  ums so größer die Anspannung und Unsicherheit…das wird noch sage ich mir.  Heute ist Werktag und ich dachte besorgt an die Brummis,  die  mir  an der Stoßstange kleben werden. Bin ich dem Druck gewachsen?

Ja, schwer aber es ging…  ich übe weiter und möchte die Geschichte meiner Autobahnphobie aufschreiben…Post für Post.  Mein Bauchgefühl sagt mir, …ich kann  meine Angst hinter mir lassen…;-)

 

Gestern war ein sehr nerviger Arbeitstag. Viele aufgeregte Kunden, deren nervöse Schwingungen automatisch bei mir ankommen. An manchen  Tagen kann ich mich einfach nicht  abzuschirmen.  Trotzdem gab es ein paar  Momente Spaß unter Kollegen. Die Männer stellen schon immer mal genügend Biervorrat bereit und spekulieren ob die Fußball-EM auf unseren Großraummonitoren zu verfolgen sein wird.  Mich tangiert das garnicht,  im Gegenteil…ich mag das  Gegröle der Fans nicht, hasse Bierleichen und die Tatsache, dass fast ganz Deutschland ins Koma fällt, wenn die Spiele laufen. Wengisten gibt es auf Arbeit dann nix zu tun…tote Hose…kein Schwein ruft an.

In meinem Rollcontainer fand ich oh Wunder eine Brille. Die liegt da schon sechs Jahre. Oohhh und ahhh Rufe der  Fußballfans unter meinen Kollegen …habe die Brille verschenkt ;-)

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