…und ihre Aquarellmalerei

vor einer Woche vermissten wir unsere Kollegin. Es war glatt auf unseren Strassen und auf ihrem  Arbeitsweg, konnte allerhand passieren. Als sie nicht kam, zählten wir eins und eins zusammen und da war dieser Stau und der zerschmetterte Twingo mitten auf der Autobahn. Es war ihr Auto. Der Krankenwagen am Unfallort, war nicht für meine Kollegin gekommen. Er kam für die Frau die erste Hilfe leisten wollte. Was sie im Twingo unserer Andrea sah, löste einen Schock aus. Uns Kollegen reichten schon die Bilder vom zertrümmerten Wagen und  das vorquellende Blut.

Kaum fassbar, aber meine Kollegin starb vor ein paar Tagen auf dem Weg zur Arbeit. Ich kannte sie dreizehn Jahre und sie hatte sich so auf ihren Ruhestand gefreut. Im Sommer war sie sechzig geworden. Ein Trost, „sie brauchte nicht leiden“, sagten die Einen. Als sie aus ungeklärter Ursache die  Kontrolle über ihren Wagen verlor, knallte es zweimal und danach war ihr Leben vorbei.

Gedanken  über den Tod und das Sterben, machten auf Arbeit die Runde. Das Tratschen und Reden tat gut und langsam lassen die schrecklichen Bilder und Vorstellungen über den Unfallhergang nach. So schnell geht das. Ich möchte nicht so plötzlich von der Welt verschwinden, ein paar Tage Zeit für meinen Abschied  vom Leben,…das wäre mir recht. Doch dieses Ereignis lässt mich fleißiger an meinem biographische Projekt arbeiten und mal wieder einen Post schreiben.

6 Antworten auf düstere Januarwoche

  • Sylvia sagt:

    Vor vielen Jahren verabschiedete sich ein Kollege mit einem *schönen Wochenende*. Am Montag erfuhren wir dann, dass er in der Nacht von Samstag auf Sonntag mit seinem Auto verunglückt und dabei von der Strasse abgekommen war. Als man ihn Stunden später durch Zufall endeckte, war es für ihn leider zu spät.
    Leider haben wir keinen Einfluss auf die Art und Weise unseres Abtretens. Ich kann auch nicht sagen, ob und wie ich damit umgehen könnte, wenn ich wüsste, dass mir nur noch ein paar Tage bleiben …
    LG Sylvia

  • Meike sagt:

    Ich schick dir mein herzliches Beileid. Dreizehn Jahre ist schon eine lange Zeit.
    Hm… Ein paar Tage, um Abschied zu nehmen wären dir recht, schreibst du. Ja, ich denke, so möchte ich es auch haben. Nicht ewig leiden zu müssen, aber trotzdem allen, dem Leben, noch mal „Tschüß“ sagen können, das wäre schön.
    Hoffentlich scheint bei euch ein bisschen die trübe Gedanken verteibende Wintersonne. (Bei uns leider nicht, gerade schneits etwas.)
    Liebe Grüße! Meike

  • Roland sagt:

    Mein aufrichtiges Beileid.

    Das sind die Momente, da gewinnt das Leben an Bedeutung. Oft gehen wir unachtsam damit um, setzen andere und uns vermeidbaren Risiken aus.

    Sei aus der Ferne gedrückt. Wünsche dir viel Energie für dein Biographieprojekt. Ich finde es klasse.

  • Gudrun sagt:

    Du hast Recht, man sollte jede verbleibende Minute für sich nutzen. Wir wissen ja nicht, ob uns Zeit zum Abschied bleibt. Und irgendetwas sollte bleiben von uns. Oder?
    Liebe Grüße von der Gudrun

  • Susi sagt:

    Vielen Dank für Eure lieben Kommentare und Anteilnahme…das Leben geht erstmal eiskalt weiter 🙄

  • Beltane sagt:

    Liebe Susi,
    das ist ganz arg superheftig, was Dich/Euch da Anfang Januar ereilt hat. Lass Dich mal feste drücken wenn Du magst.
    Unfassbar, wenn man selbst betroffen ist von den Dingen, die man sonst nur im Radio aus der STau oder Unfallmeldung hört.
    So lange kanntet Ihr Euch! Kollegen sind Kollegen, Freunde sind Freunde. Aber ich finde auch Freunde sind Kollegen und Kollegen sind vor allen Dingen auch Freunde.

    Mein ganz herzliches aufrichtiges Beileid!!!!!

    Beltane

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