…und ihre Aquarellmalerei

„und, hast du nach der Arbeit noch eine Runde gedreht?“ Äh nein…stottere ich und bekomme fast ein schlechtes Gewissen. Ich erinnere mich an die Worte der Reikimeisterin „sei sanfter zu dir, breche  nichts übers Knie“

Es war vor einer Woche, als mein Schatz sagte, „los du  fährst  jetzt eine Runde  Autobahn“.  Ich zögerte …  mit Herkules auf dem Beifahrersitz? Ich vertraue ihm und sein Fahrstil weckt Sehnsucht nach  entspannten  Autobahnfahrten mit der Abendsonne im Rücken.  Ja, es gab auch solche Fahrperioden in meinem Leben.

Also los, nicht denken probieren – wir erreichen meine Trainings-Schnellstrasse. „Geht doch…und jetzt Abfahrt  Autobahn…schneller…du bist zu langsam…hänge dich an den LKW, …bleibe auf der Fahrbahn, nichts ist schlimmer  als halb auf  der Standspur zu fahren…schneller, du wirst sonst zum Fremdkörper ….immer mit dem  Autostrom schwimmen“

Eine Weile schaffe ich es die Angst im Schach zu halten, seine Anweisungen setzen mich noch stärker unter Druck. Irgendwann steige ich aus und mache was ich will – der Standstreifen ist dann MEINER.

Bin ich gescheitert? Nein, schade dass diese Runde keinen guten Abschluss fand,  ich habe es probiert, weiss wo die Probleme liegen. Herkules hat Recht, ich fühle mich als Fremdkörper auf der Autobahn, weil ich zu langsam bin. Zu langsam bin ich,  weil ich Angst vor den Kruven habe.  Es hat mich nicht umgebracht 😉 im Gegenteil, ich mache weiter. Ich springe gleich von der  Couch und fahre meine Runde, ich konzentriere mich auf Geschwindigkeit und Kurven…ein guter Tag in Sachen Autobahnphobie „Susi und ihre wachsende Freude beim Autofahren“. Weiter gehts….

 

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