…und ihre Aquarellmalerei

Sonntagabend fuhr ich wieder heim, die  Sonne im Rücken, nachdenklich, aufgeweicht und irgendwie traurig. Welch ein Glück, dass ich gestern noch Urlaub hatte und mein Seminar ausklingen durfte. Worum ging es und was habe ich erlebt. Eine Gruppe von vierundzwanzig Menschen,  die meisten stehen in der Mitte ihres Lebens mit der Frage, wie kann es weiter gehen, was gibt es noch, wo ist ein Feld das unbeackert, eine Erfahrung die ungelebt, eine Krise zu meistern…..

Mein Herkules hat nicht das Bedürfnis für eine spirituelle Auszeit…”da wird dir am Ende die Spur verstellt”, sagt er nicht ohne ein mulmiges Gefühl, denn ich könnte heim kommen und zwischen uns ist plötzlich nichts mehr wie es war. Darüber grinse ich einfach, es ist genau der Sinn, die Spur zu verstellen, den Blickwinkel ändern über Grenzen zu gehen.

Was haben wir genau gemacht:  geatmet, getanzt, meditiert, berührt, sauniert, in Öl gebadet, gelacht, geweint …in der Gruppe ist das eben eine neue Erfahrung. Ich hoffe das wirkt noch eine lange Zeit und vielleicht entscheide ich mich solche Auszeiten öfter zu nutzen.

4 Antworten auf spiritueller Kreis

  • Sylvia sagt:

    Viele wollen doch garnicht die Spur verstellen, weil sie zu eingefahren sind …
    Und es ist sicher sehr schwer, sich selbst in einem Spiegel zu sehen. Ich sollte auch den Blickwinkel ändern, aber noch halte ich mich zurück. LG Sylvia

    • Susi sagt:

      Liebe Sylvia,
      es wird auch seinen Grund haben warum Du erstmal alles so lässt wie es ist. Habe mich auch erst spät entschieden teilzunehmen und gezögert. GAnz tief wissen wir schon warum wir es so nicht anders machen.
      Schöne Woche für Dich
      susi

  • Meike sagt:

    Ich habe die Tage immer mal wieder dran gedacht, was wohl letztendlich deine Eindrücke sein werden bezüglich dieses Seminares. Danke fürs Berichten. Ich kann mir vorstellen, dass einiges auch erst viel später wirken und spürbar werden wird, vielleicht. So gehts mir nämlich total oft.
    Ich überlege gerade, ob eine Gruppenerfahrung auch für mich etwas wäre – ich denke nicht, weil ich mich immer so schrecklich schwer tue mit neuen Leuten – bis ich mich dran gewöhnt hätte, innerlich, wäre das Seminar schon dreimal vorbei gewesen. :-) Wie ging es dir dabei, war da gleich so etwas wie eine Vertrautheit, war es okay, mit so vielen Fremden zusammen zu sein?
    Liebe Grüße!

    • Susi sagt:

      Liebe Meike,
      Ja, so ein Seminar wirkt immer ein paar Tage bzw. Wochen nach, ist auch die Frage was nimmt Jeder mit in seinen Alltag und wie arbeitet er an sich weiter.
      Das Wort “erfahren” ist wirklich die richtige Bezeichnung für so eine Gruppenarbeit. Ich behaupte nicht, das da alles bequem und angenehm ist. Bin eher die Introvertierte, die sich am am Rande der Gruppe aufgehoben fühlt und nicht so im Mittelpunkt agiert. Das Tolle ist, wir lernen auch durch das Spektrum der Anderen. Es ist auch ok zu spüren, wann ich lieber allein sein will und z.B einen Spaziergang mache oder einfach mit den Gruppenteilnehmern albern oder entspannen mag. Natürlich sind wir uns am Anfang fremd, aber schnell bildet sich Anteilnahme und Geborgenheit die unheimlich gut tut, weil jeder mit seiner Art sein kann wie er ist…das ist die Erfahrung und es ist ok.
      Porbieren geht über Studieren.
      lieber Gruß

Malmuse auf DaWanda
Bilder-Shop
gemaltes Fischerboot

Fischerboot

Themen
Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de

Copyright Susi Sorglos © 2017. Alle Rechte vorbehalten.