…und ihre Aquarellmalerei

Gedanken

die letzten Tage im Jahr  2013 laden zur Rückschau ein. Und auch ich schaue versonnen aus meinem Fenster in den sonnigen 31. Dezember. Wie sieht meine Bilanz aus?

  • war viel in Bewegung und habe meinen Sport gemacht – dadurch bin ich gesund und fit geblieben
  • erinnere mich an die tollen Urlaube in Italien, Holland und Ostsee
  • liebe immer noch meinen Kapitän – genieße die Zeit mit ihm und die Tatsache das wir uns so gut verstehen
  • entdeckte das Aquarellieren und den Spaß  beim üben
  • habe zehn Schreibaufgaben gelöst und dadurch mein Romankonzept erstellt
  • Freunde und Kollegen sind für mich da, wenn ich sie brauche und umgekehrt, das gibt mir Kraft und Geborgenheit
  • der  Kontakt zu meinem Sohn ist  enger geworden und wir haben ein neues Verständnis für einander gewonnen
  • das  Band zu meiner Mutter ist belastet  -  vielleicht gelingt es im nächsten Jahr entspannte Stunden mit ihr zu verbringen.

Dieses Jahr werVulcanede ich mit Freunden im Club feiern und ich hoffe auf eine lustige Nacht und ein gesundes schönes neues Jahr 2014 – das wünsche ich all meinen Bloglesern

 

 

 

wenn die Fliegen lästig werden und beißen…dann liegt was in der Luft. Eine Unwetterfront zog gestern über Deutschland und es ist noch nicht vorbei. Eigentlich war heute der Termin für unsere große Betriebsversammlung. Kurzfristig wurde die abgesagt, weil die Telefonleitungen wegen Hagelschäden heiß liefen. In Mitteldeutschland war es nicht ganz so schlimm. Ich band meine Gardine fest, damit sie nicht wegflattert oder zerreißt. Die mächtige alte Pappel vor meinem Fenster rauschte beängstigend. Der Gedanke sie könnte krachend auf mein Haus stürzen begleitete mich in den Schlaf. Müde war ich… sehr müde und so driftete ich in meine Träume trotz Blitz und Donner.

drückend

Heute erledigte ich meine Einkäufe zu Fuß und es landete Gemüse im Korb. Appetit auf einen Eintopf. Mein Auto ist in der Werkstatt, ich hinterließ keine Telefonnummer – morgen soll es fertig sein – und keine weiteren Hiobsbotschaften – bitte.

 

luftigHabe die Einladung heute baden zu gehen  abgelehnt. Bei vierzig Grad mit dem Rad oder Auto an eine überfüllte Badestelle zu fahren hat so garkeinen Reiz.  Ich kann einfach nicht wie in jungen Jahren in der Sonne braten.

Also sitze ich bei herabgelassenen Jalousien am Schreibtisch und tippe hier rum.  Auf mich wartet lediglich ein Berg Bügelwäsche. Im Augenblick habe ich Lust auf ein paar Layoutarbeiten und möchte an meinen Texten schreiben…dann warten  eine handvoll ungelesene Bücher, die ich kürzlich kaufte. Also Langeweile kommt auch an diesem heißen Sonntag nicht auf.

Gestern startete ich einigermaßen früh das Auto und brauste nach Potsdam in’s Einkaufscenter.  Die Klimaanlage funktionierte dort einwandfrei und ich habe lange die Angebote des Sommerschluß-Verkauf durchstöbert. Was suchte ich? Was Luftiges, ein Sommerkleidchen oder ein heißes Höschen… eine leichte Stoffhose. Ich fand nichts und schaffte es ohne Einkaufstüte in mein heißes Auto zu steigen und heim zu fahren.

Kalte Melone und eine Weinschorle zum Abend.

Wenn ich nach der Arbeit meine Wohnungstür aufschließe überkommt mich Freude. Ich mag mein Zuhause und werde niemals den Tag vergessen, wie ich vor fast fünf Jahren endlich den Wohnungsschlüssel bekam. Schon vorher lief ich dauernd am Haus vorbei um zu schauen ob mein Namensschild angebracht oder Handwerker zu sehen sind.
Ungelogen, ich zählte Stunden und am ende Minuten bis ich den Schlüssel in meiner Hand hielt. Das freudige Herzklopfen war ein Zeichen wie nötig der Ausstieg aus meiner Ehe war.
Dass ich nicht viel mitnehmen konnte und wollte war mir egal, Geld für eine neue Einrichtung  hatte ich  keines. So war mein neues Heim voll von Provisorien. Im Keller fand sich ein mottenzerfressener Schamanenteppich. Gut abgesaugt war er ein Farbtupfer in meiner Stube. Bananenkisten als Schrankersatz und ein altes Regal für meine Bücher, das musste reichen. Mit umgezogen ist auch der Designerglastisch, den mein EX zerschmettert hat. Bis jetzt liegt nur eine Not-Glasplatte drauf.

heim

Doch wenn ich heute in meine Stube komme, registriere ich wie die meisten Notlösungen verschwunden sind. Fünf Jahre hat es gedauert mein Zuhause mit Dingen zu füllen die mir gefallen. Die Gardine im Schlafzimmer wird nicht mehr gewaschen, sondern fliegt nun endlich weg. Unser Kater hat damals seine Krallen in den Stoff geschlagen und einen langen Riss hinterlassen. Vor ein paar Tagen habe ich einen passenden Flurläufer gekauft und besonders in den dunklen Wintermonaten ist meine heimelige Wohnstube tröstlich, wenn es draußen stürmt. Das brauche ich.
Vor einem Monat lud mein Ex mich ein; “komme doch mit rauf”… Neugierig sah ich mich um in den vier Wänden die früher auch meine waren.
Es ist fast alles beim Alten, nur der Schimmel über dem Fenster sagte mir dass hier schlecht gelüftet wird. Ein paar Nippes …warum hatte ich die zurück gelassen? Die Waschmaschine ist zwanzig Jahre alt und läuft immer noch. Auf den Nachhauseweg atmete ich tief durch und freute mich auf mein Zuhause.

tinagestern Abend fand ich so garnichts im Fernsehen und griff aus meinem Filmbestand nach der Biographie von Tina Turner -  “What’s love got to do with it”.  Ich kenne die Verfilmung, habe sie etliche Male gesehen und bin immer wieder von dieser Frau fasziniert,  auch wenn es nicht gerade ein beruhigender Film vorm Einschlafen ist. Oh Ärger weil neuerdings die DVD hakelt, holte ich mir das  Buch zum Film aus dem Regal und ich las bis der Morgen graute, auch das zum wiederholten Male.

Unvorstellbar wie Tina und viele Frauen gefangen in einer Abhängigkeit  unter Schlägen und Demütigungen leiden,  bis endlich die erlösende Befreiung möglich wird. Wie emotional verkrüppelt müssen Männer wie  Frauen sein,  um sich sowas  anzutun. Wie kann es dazu kommen und warum finden wir so schwer Auswege aus destruktiven Beziehungen? Das Thema beschäftigt mich seit Jahrzehnte. Gibt es einen Typ Mann/ Frau die dafür anfällig sind.  Ich bin froh, heute heil und glücklich zu sein, aber auch meine Geschichte enthält Nuancen die damit zu tun haben.

Natürlich war ich heute im Dienst müde, aber Tina ist es wert sich eine Nacht um die Ohren zu schlagen und meine Sonntagskunden waren gut gelaunt und freundlich sonnig.

Ich kann unmöglich mit dem Kopf bei Verwandten aufschlagen. Mein Plan, heute also zum Friseur,… und Auto bewegen.   Früh aus den Federn gesprungen, den Frühstückskaffee stehen lassen,… die Autobatterie angeklemmt …brumm brumm der Motor sprang an. Ab nach Potsdam…Schlagloch an Schlagloch, und das nach den paar Tagen Frost.  Parklücke gefunden und die Hoffnung im Herzen, dass die Politessen mein Auto in Ruhe lassen. Beim Friseur  noch zu, aber schon vier wartende junge Männer. Nach einer Stunde bin ich draußen und habe meine Weihnachtsfrisur. Im Sturmschritt zum Auto und kein Knöllchen, dafür Stau auf dem Heimweg. Jetzt schlürfe ich den Morgenkaffee zu Ende und dann geht ab zum Dienst.

Wie wird das Wetter an Weihnachten?

Als ich den Optiker mit einem Auftrag  verlasse, bleibt dieses Grummeln im Bauch. Habe ich die richtige Entscheidung getroffen? Oder hätte ich sparen können wenn ich meine Brille bei Apollo bestellt hätte. Solche Gedanke gehen mir durch den Sinn, als ich meine Hünchenpfanne  esse und dem Treiben im Einkaufscenter zusehe. Das Angebot zwei Brillen für 199 Euro ist verlockend, doch ich brauche nur diese Eine, dafür aber eine Gute. Die Beraterin nahm sich Zeit und erklärte es. Ohne meine Brillen läuft garnichts mehr und so schlug ich das Schnäppchen aus, wählte eine leichte Fassung nach meinem Geschmack und bekomme nur die Premiumvariante. Wenn es um meine Augen geht, dann sollte ich nicht geizen ;-) der Betrieb zahlt 100 Euro dazu…tröste ich mich, schließlich liegt es mit  an der Bildschirmarbeit, dass sich mein Sehvermögen verschlechtert.

Die heisseste Nacht des Jahres war bestimmt gestern. Bei  offenem Fenster lauschte ich was es zu hören gab. Eine ganze Grillenarmada zirpte noch schnell ihr Lied ehe der Sommer 2012 Geschichte ist. Ich mag das Zirpen, denn Lautlosigkeit erstickt mich.

Wenger erfreulich das Brummen eines großen Flugzeugs. Die Proteste über Nachtfluglärm und Verbote etc. nahm ich nur am Rande war, aber letzte Nacht donnerten mindesten zwei Maschinen hörbar über mein Haus. Wie soll das werden wenn der Großflughafen Berlin-Brandenburg fertig wird? Ich liege nur 23 km Luftlinie von der Landebahn entfernt.

Nachtlärm, so heißt der neue Film, den ich sehen will. Ein schreiendes Baby bringt ihre jungen Eltern besonders Nachts zum Verzweifeln. Als Gängster ihr Auto mit dem Kleinen auf dem Rücksitz klauen… nimmt die Geschichte ihren Lauf…ich sah die Filmvorschau. Den muss ich sehen.

Mit der Zeit lernst du, dass manche Menschen zu dir halten weil du so bist wie du bist, und andere sich abwenden weil du nicht wie sie sein willst.

Manche Menschen bleiben gedanklich bei dir, auch wenn du sie selten siehst, andere vergessen dich bereits  wenn du mit ihnen sprichst.

Malmuse auf DaWanda
Bilder-Shop
gemaltes Fischerboot

Fischerboot

Themen
Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de

Copyright Susi Sorglos © 2017. Alle Rechte vorbehalten.