…und ihre Aquarellmalerei

kahlau

Es ist wahr, ich brauche viele Menschen, damit mich viele brauchen können.

Alle zusammen aber reichen nicht aus, mir den Menschen zu ersetzen, den ich auch dann brauche, wenn ich unnütz bin: Dich

(Heinz Kahlau)

rosenrot

Ach, er hatte sie so viel zu fragen,

als sie endlich vor ihm stand. Da hat sie die Augen aufgeschlafen, hat gelächelt , nahm ihn bei der Hand.

Ist mit ihm bis an ihr Bett gegangen. Als er ohne alle Fragen lag, hat sie ihn zu lieben angefangen.

Doch er mußte fort, es wurde Tag.

Seine Fragen hatte er vergessen, weil ihm alles klar und einfach schien.

Er kam wieder, war von ihr besessen. Da wies sie ihn ab und fragte ihn.

(Heinz Kahlau)
 
 

Gedicht

Manchmal kommt es, dass die Liebe uns einreden will, wir könnten andere sein, als wir sind.

Wir glauben es auch, solange die Liebe noch lauter ist als wir selber.

Wehe aber, die Liebe muss Atem holen. Dann hören wir wieder auf uns, dann können wir nicht mehr sein, wie wir wollen, dann müssen wir sein, wie wir sind.

 

Nicht die Liebe ist es, die uns ändert. Andere werden wir nur, wenn wir uns nicht mehr ertragen können, wenn wir uns nicht mehr genügen, so wie wir sind.

Freilich – uns selber zu ändern, sind Kräfte von nöten, mit denen man Welten erschafft. Einzig aber die Liebe gibt uns dazu die Kraft

(Heinz Kahlau)

Bedauern

Du bist die Tür in eine Welt zurück, durch die ich meine Wege längst schon hatte,

in einer Zeit, die sehr viel dunkler war.

ich hatte wenig Blick, mich umzusehn.

Jetzt ist mein Auge besser, warum kann ich nicht den Weg mit dir noch einmal gehn?

(Heinz Kahlau)
 
 

Etwas für sich und den andren tun. In einem – zugleich.

Schönste der Zärtlichkeiten sie macht uns reich.

So in der Liebe geteilt sein: Liebend geliebt.

Sich und dem andren bereit sein. Wer so nimmt der gibt.

Sich und den andren trösten: Mensch sein ist groß.

Sonst steht ihr bald in den Frösten: Einsam und bloß.

Heinz Kahlau

Du hast mir einen Flügel abgebrochen, weil du nicht wolltest, dass ich fliegen kann.

Du wolltest mir in allem folgen können.

Jetzt bist du fort. Ich wurde dir zu komisch.

Mit einem Flügel magst du keinen Mann.

(Heinz Kahlau)

Froh und traurig bin ich, weil ich fühle.

Wenn ich fühle, weiß ich, das ich lebe.

Froh und traurig machen uns die andern.

So wie wir sie froh und traurig machen.

Durch dich fühle ich, wie sehr ich lebe.

Deshalb liebe ich dich:

froh und traurig.

(Heinz Kahlau)

Wir alle

suchen den Menschen,

der unser Leben sinnvoller macht.

Du meinst ihn in mir gefunden zu haben.

Soll ich nun die Suche aufgeben – deshalb?

Heinz Kahlau

Ermutigung

Wenn sich zwei in ihre Liebe schlagen wie in Mäntel gegen Zeit und Wind und nach nichts, als nach sich selber fragen, machen sie auch ihre Liebe blind.

Zeit und Wind wird ihren Kuß verwehn.

Eine Liebe läßt sich nur zu zweit ertragen, wenn die Türen, die zur Welt gehn, offen stehn.

(Heinz Kahlau)

Ideal der Polarität

Wenn alles locker bleibt, wenn unsere Köpfe wie unsere Körper zueinander finden und wenn wir miteinander Liebe machen,

wird auch der Abstand deutlich, den wir brauchen,damit das Kraftfeld unserer  beider Wesen mit

Plus und Minus aufeinander wirken kann.

(Heinz Kahlau)

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