…und ihre Aquarellmalerei

Körper

20130908_154614In den letzten Wochen bin ich zur Stubenhockerin mutiert. Der graue nasse Herbst bringt das mit sich, könnte man meinen. Nein ich habe halt zu viel Zeit mit meinem Schreibaufgagen, Farbe und Bleistift verbracht. Selbst mein Fitness schleift und ich meditieren viel zu wenig. Dafür sah ich meinen Liebsten öfter und so ein Tag hat eben  nur vierundzwanzig Stunden. Ich telefoniere wenig und ungern, weil mir beruflich viele Kunden ein Ohr abkauen. Da mag ich daheim  nix mehr hören. So habe ich meine Freunde und Verwandten in den letzten Wochen kaum gesprochen und schon garnicht gesehen. Doch gestern war es Zeit. Mit klopfendem Herzen bin ich mal wieder quer durch Berlin und kam nicht umhin die Avus zu nehmen. Ist keine sehr schnelle Strasse aber ihr erinnert euch…meine Autobahnangst. Stolz wie Bolle, dass ich auch diese Reise gut gemeistert habe. Ein schöner Sonnabend Abend bei Freunden mit allem was dazu gehört -  ein festliches Menü bei Kerzenschein – ein fette Ente mit Rotkohl und Klößen – ein Crappa zur Verdauung, ein gemeinsames Bad im Wirlpool, eine erotische Massage  und ein Glas Wein zu viel. Jetzt ist mein Magen doch etwas desorientiert und muckt auf. Diese verdammten Wehwehchen gehören zum Altwerden dazu.

Mein innerer Antreiber hat eine lange Liste parat, die ich abarbeiten soll. Irgendwas bockt und sabotiert mich. Meine letzte Woche  war lang und anstrengend… sechs Arbeitstage.  Ich höre nicht richtig, ich sehe nicht richtig, mein Haut schlägt Falten, das Bäuchlein ist gewachsen…unliebsame Arbeitsaufträge…so entsteht eine Meckerliste der Unzufriedenheiten.

stiefmutterDieses Auf und Ab ist normal und ich lese es auf vielen Blogs. Mein Abnehmprogramm schlägt Haken. Die erste Woche lief alles wunderbar, Soll und Ist- Statistik erfreulich. Die Waage belohnte mich prompt. Sie ist auch nachsichtig wenn ich euphorisch und tagelang sündige, doch ich ahne es nicht nur, ich weiß es…dann kommt die Quittung für das Pommes-Abendessen, Eis und Schokolade…Sofort ist jeder Elan dahin und das Ernährungstagbuch bleibt leer…Auf Negativbilanzen hab ich keine Lust, die blende ich lieber aus.

Trotzdem habe ich heute mein Lieblingsfrühstück genossen und meine Waschmaschine hat aufgehört zu grummeln, Zeit sich um den Haushalt zu kümmern. Noch ist kein Fenster geputzt und draußen lacht die Sonne auf wolkenlosem Himmel…es ist alles nur gefühlt und zieht vorüber wie eine Wolkenfront. Weiter geht’s stellen wir uns also auch den negativ-Gefühlen.

gleich beginnt mein Arbeitstag und ich stöbere noch mal durch meine Lieblingsblogs. Habe kein Lust, könnte mich aufs Bett werfen und faulenzen. Was war los an diesem Oktoberwochenende. Nichts Neues auf dem jährlich wiederkehrenden Stadtfest. Irgendwas ist mir auf den Magen geschlagen…die Pilzpfanne, vergiftete Erdbeerbowle? Keine Ahnung was, mein Magen hat eine Rückwärtsbewegung gemacht und das fühlt sich immer zum Kotzen an.

Am Sonnabend habe ich den Mitsubishi gestartet und bin über die Avus geschlichen. Meine Autobahnphobie kam nicht dazu mich zu quälen, stand fast nur im Stau – langsames Fahren. Hatte mir die Fahrstrecke vorher nicht angeschaut, einmal falsch abgebogen und das war’s dann. Völlig verfahren brauchte ich zwei Stunden, um meine Freundin in Schöneberg zu erreichen. Ihr liebevoll gedeckter Tisch mit griechischen Speisen ließ mich den Fahrstress verdauen und knoblauchverseucht fand ich diesmal  gleich die richtige Fahrspur für den Heimweg.

Montag ist der Arbeitsstress immer am größten…ich will nicht…und doch muss ich.

Die Liegewiesen am Heiligensee sind angenehm leer, das Seewasser warm. Hinter meiner Sonnenbrille beobachte ich die Sonn- und  Badegäste.  Jeder liegt  wie er will,… ganz zwanglos und die meisten sind nackt.  Als ich mit meinem Rucksack den Weg am Schloss Cicilienhof vorbei komme sehe ich eine füllige ältere Dame, die  gerade ihr Kleid abwirft.  Nackt steht sie  am Wegrand und kramt in ihren Rucksack, der Ehemann wartet neben ihr auf der Parkbank. Nichts Besonderes, das ganz normale Treiben der Potsdamer Ossi FKK Generation… interessiert  keinen Menschen.  Aber was sagen die asiatischen Touristen aus der Reisegruppe da vorne? Sie laufen mit ihren Werbeprospekten durch den Park, ihre Kameras um den Hals,  vorbei an den Badeplätzen der Einheimischen.

Ich blieb nicht lange am Wasser,  dunkle Wolken zogen auf. Das Eiscafe und die Innenstadt  überfüllt. Eine Musikband mit Akkordeon, trommelt und trompetet nervtötend, das ich zu  Karstadt flüchte. Manchmal gibt es echte Musiker, diese betteln nur und bekommen ihr Geld damit sie schnell verschwinden.

nein, ….nicht nach frischem Heu…sondern ein Parfüm  das  mich  begeistert.

Meinen letzten Chloé Flacon kaufte ich vor rund  zehn Jahren, nehme halt selten Düfte.

“Ich rieche dich so gerne”, sagte mein Ex-Mann immer…aber nur wenn ich kein Parfüm trug.

Duftnote: Blumig / Erscheinungsjahr: 1975 / Kopfnote: Pfirsich, Bergamotte, Flieder, Orangenblüte, Hyazinthe, Kokosnuss, Ylang-Ylang, Geißblatt, Aldehyde / Herznote: Tuberose, Iriswurzel, Rose, Narzisse, Nelke, Jasmin / Basisnote: Zeder, Benzoin, Eichenmoos, Amber, ..

heute könntest du mal einen neuen Duft schnuppern, dachte ich mir und griff  nach Chloé – Love

“er ist würzig…probieren sie wie der Duft sich auf ihrer Haut entfaltet.” Sagte die Verkäuferin.

Der neue Duft entfaltete sich und ich schnuppere wie bessen an meinem Arm, bin ein zweites Mal zu  Douglas und sprühte schnell noch was nach, …ehe der Bus kam.

das neue Love-Chloe ist mein Duft das weiß ich jetzt, und zu teuer um es mal eben so mitzunehmen, aber ich habe bald Geburtstag ;-)


love-chloé
Eau de Parfum / Menge: 30 ml / Duftnote: Blumig / Erscheinungsjahr: 2010 / Kopfnote: Orangenblüte, Rosa Pfeffer / Herznote: Iris, Hyazinthe, Flieder, Wisteria, Heliotrope / Basisnote: Reis, Moschus

Wind kommt auf und in ein paar Minuten wird mein Schatz an der Tür klingel…wir werden unsere Wochenenderlebnisse  auswerten und vielleicht bekomme ich noch ein wenig Sonne. Heute schaffte ich es nicht meinen PC links liegen zu lassen. Ich lud die Bilder unserer Tour von der Kamera und sortierte sie in ein Album – wertete meine Statistiken aus und spielte die Klickhure…;-)) Trübe Gedanken an ihn, den imaginären Lover, verdunkeln meinen Horizont, wie Gewitterwolken am Himmel. Sie machen mich mißmutig.

So sitze ich nackt vorm PC, weil ich gerade erst den  märkischen Staub vom Körper spülte, der gestern auf meiner Haut hängen blieb. Die Dusche tat gut…reicht aber nicht…ich habe Lust auf ein Glas Wein und heute darf es auch eins mehr sein…
Vor meinem Fenster rauscht die Akazie…(drei Jahre hielt ich sie für eine Esche)..sie duftet süß…genau wie die Pfingstrosen in der Vase und meine Pussy vor Freude auf Besuch

schon wieder habe ich losgelassen, einen Teil von mir geopfert, wie der Weberknecht eines seiner  Beine, damit er den Rest behält, um weiter zu leben. Nach meiner Schilddrüse fehlt mir jetzt auch die Galle. Von ihr ist mir allerdings ein kleines Souvenier geblieben, dieser gelbe glitzernde Stein.
Mein wunder Bauch schaut heute nicht so gut aus der Wäsche und hat sich hier schon hübscher präsentiert. Er hat vier Löcher, das Größte im Nabel…”auf den sollten sie aufpassen”, sagte der Dokor zum Abschied er ist die empfindlichste Stelle und könnte sich leicht entzünden. Das wollen wir nicht.

Als alte Schlafmütze mache ich neuerdings früh die Augen auf und heute hielt mich nichts im Bett. Ich wollte wieder schreiben, einen Post, meine Seiten am Morgen, Tagebuch, Urlaubserlebnisse …da gäbe es noch viel mehr.
Ich bin mir nicht sicher  wie  ich diesen Blog weiter führen will, immer diese Zweifel, er wird online nicht mehr von Suchmaschinen gefunden, aber wer den Link kennt kann ihn noch lesen. Im Zweifel für den Angeklagten ;-)

Und diesmal nicht ….”ab auf die Insel” sondern in den Süden.  Die Alpen kenne ich noch garnicht und hoffe auf mildeTemperaturen und viel Sonne, wenn ich auf irgend einem Berg stehe und über das Land schaue.  Von Ascona habe ich bisher nur gehört, soll im Tessin  viele Natursteinbauten geben, schön  wie im Märchenland.
Nun lasse ich mich überraschen, wenn Susi sorglos auf Reisen geht, sich einfach zurücklehnt, schaut was es zu sehen und zu erleben gibt.
Einige Rennereien und Formularkrieg für meine Gallenop, die gleich beginnt wenn ich heim komme.
An unserem Tantra Wochenende drang die Sonne nur durch die Fensterfront, eine besinnliche Reise nach Innen und  Auszeit vom Leben draußen, ganz ungewöhnliche Stunden mit Gleichgesinnten.

Habe dort nicht nur Jogurt gegessen…;-))
getanzt, geatmet, gelacht und natürlich das Berührungsrital geübt

Das spannende Wochenende konnte noch garnicht richtig sacken, da geht es schon wieder weiter.

Bleibt mir die Freude auf die nächsten Tage…

kaum steigt die Sonne höher, ist es leichter am Morgen aufzustehen und der Tag scheint länger. Bei Licht und Sonne schaffe ich doppelt so viel wie an dunklen Tagen. Hochzufrieden schlage ich meine Kladde zu  und meine Tintenfinger ärgern mich heute garnicht. Habe viel Text produziert der heute einfach so auf mein Papier floß und meine Geschichte wächst stetig. Im Anschluss erlaube ich meinem strengen Zensor Korrekturen im Form, Stil und Rechtschreibung. Immer meckert er was alles noch besser gehen könnte.

Vieles ist plötzlich in Bewegung wie diese  Rheinquellen  bei Schaffhausen, wo wir vor einem Jahr waren. Bald geht es wieder in Richtung Bodensee und dann weiter nach Ascona. Ich zähle die Tage bis zu meinem Urlaub und bin jetzt schon urlaubsreif.
Doch dieses Wochenende soll noch einmal magisch werden, wenn eine kleine Gruppe Menschen, die sich nicht weiter kennt in einem Raum sitzt und dann mitmacht bei unserem  Tantra Seminar. Ich bin neugierig welche Eindrücke mich erwarten.

Mit einem gemütlichen Osterfest wird es in diesem Jahr wohl nichts. Gestern hat mir die MIC Klinik in Zehlendorf den Termin für meine Gallenoperation mitgeteilt. So kurz vor Ostern, da muß ich sogar teilweise meinen Urlaub verschieben. Schon wieder verliere ich ein Teil meines  Körpers, soll einfach rausgerissen werden. Ein Opfer das mich länger gesund leben lässt? Ich hoffe es wenigsten. und will den riesen Gallenstein haben. Es kommt Bewegung in dies und das. Mutter rief an weil sie Hilfe braucht, will einfach noch mal neu beginnen zurück in ihre Heimat, in die Nähe ihrer Kinder, dorthin wo sie dann entgültig bis an ihr Ende leben kann. Das will überlegt sein, wohnen wir Kinder doch verstreut in ganz Deutschland und Wohnungen sind wenigsten bei mir teuer und knapp. Vielleicht wird sie Abschied nehmen vom Havelland und zurück an die Ostsee nach Stralsund, dorthin wo sie früher zu Hause war. Es macht Kopfzerbrechen. Mein Bester ist auf Seereise im Atlantik und wir sehen uns erst in ein oder zwei Wochen.

Ich liebe sie ja und bin ein Fan von Zitaten, Sprüchen und allerlei Weisheiten. Jeden Morgen einen Aufmunterer für meine Kollegen, per Rundmail. Das macht mir Spaß …erst recht wenn es hier und da noch ein passendes Foto dazu gibt…Also, ich habe in meinem Team den Job des Sprüchklopfers übernommen.
Seit März eine weiter Abwechslung auf Arbeit. Ich teste wieder Änderungen in unserer Software…und zwar wie jedes Jahr und alle Jahre wieder. Und immer gibt es auch hier Neues.

Gesundheitlich kleine Baustellen…habe nun wirklich keine Lust auf eine OP aber mein Gallenstein hat eine beachtliche Größe erreicht und ich hoffe einfach, er bleibt still in seiner Ecke und zuckt nicht rum. Meine Zahnarztkosten treiben mir das Wasser in die Augen und das Leben geht trotzdem weiter. Manches wird eben verdrängt um sich die schlechte Laune vom Hals zu halten.
Freue mich am Wochenende auf ein leckeres Essen bei meinem Sohn …und  auf meine Reise nach Frankfurt am Main.
Es ist März und der Winter jetzt vorbei, auch wenn es für Märzbecher  noch zu kalt ist,  doch die Sonnentage machen mir Hoffnung.

Spruch:
Manchmal kann eine Änderung der Denkweise Fesseln sprengen. (Else Pannek)

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