…und ihre Aquarellmalerei

Pech

Ich habe es so satt und kann nicht aufhören darüber zu lamentieren, warum es  wie verrückt schneien muss,  wo ich gerade jetzt einhundert Kilometer fahren will…in Richtung Neuruppin…in den Wald nach Molchow. Als ich das letzte  Mal dort war, war tief verschneiter Winterwald im Dezember, und ich war nur Beifahrerin… nun ist es Ostern und es liegt genauso viel Schnee.

Sorge dich nicht, sage ich mir und fahre einfach los, …wirst schon sehen was dich auf dieser Reise erwartet. Noch habe ich mich für keine  Fahrstrecke entschieden…am sinnigsten wäre wohl die Autobahn zu nehmen, aber da ist ja immer noch meine Autobahnphobie. Vielleicht ist das  eine Gelegenheit die endlich hinter mir zu lassen. Melde mich morgen zurück.

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Kretas Süden ist nicht die klassische Ecke für Pauschaltouristen. Soviel las ich schon mal aus der interessanten Webseite über mein Urlaubsziel….und viele weitere wichtige Infos die ich brauchen kann

Plakias – Kreta

Wer hätte vor einem halben Jahr wissen können, dass morgen die Lufthansa streikt? Niemand, das ist Schicksal, zum Glück fliege ich mit Condor – sonst wäre mein Urlaub eine Luftnummer geworden

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Was für eine Komödie…den Tipp bekam ich von einer Freundin über Facebook und so startete  ich am Sonnabend schnell das Auto und düste kurz entschlossen nach Potsdam Babelsberg ins Thalia-Kino.

Witziger Film “DAS SCHWEIN VON GAZA”

Die Nachos schmeckten hier garnicht …warf sie  in den Papierkorb und ja, es war eine laue Sommernacht. Als ich aus dem Kino kam, dachte ich an  Herkules…wie schön wenn wir hier zusammen sitzen könnten …simste ich ihm.

Er lag blutend daheim auf der Couch, hatte sich den Kopf gestossen.

 

Gestern war das linke Auge dran… Laserstrahlen sollen die Netzhaut antackern. Es sind zwar nur wenige Sekunden und trotzdem unangenehm. Das Auge fühlt keinen Schmerz, aber dieser Laser sticht doch spürbar in den Kopf. Das  bedeutet Augenpflege, ein paar  Tropfen und vor allem weder Lesen noch lange am PC sitzen.  Ein guter Grund die Wohnung zu putzen und einfach ein Hörbuch abzuspielen. Trotzdem surfte ich gestern im Netz nach Handytarifen. Wenn ich bald mein Smartphone habe, lohnt  es darüber nachzudenken, ob ich nicht auf  Telefonkabel für Festnetzt und DSL verzichten will und kann,  freue  mich drauf, noch ist Zeit für eine Entscheidung. Als Optimistin habe ich heute mal verloren. Kurz nachdem ich die Wäsche raushängte begann es zu schütten und jetzt wird sie Regen-weich-gespühlt ;-)

nein ich meine nicht Sex am Abend….;-), sondern Zeit für ein Lebenszeichen…hier überschlagen sich gerade die Ereignisse.

Mutter zieht mit siebzig noch mal in eine andere Stadt, und wie das so ist….auch wir Kinder sind nicht mehr die Jüngsten und so ein Umzug bringt Aufregung, dicke Füße, schmerzende Rücken, Zeitnot, blank liegende Nerven.

Ich hucke, zwar keine Möbel und Bücherkisten, fiebere aber mit, ob alles glatt geht…gebe moralischen Beistand und treibe meinen Sohn an, doch bitte mit anzupacken ;-)
Dann hatte Herkles plötzlich ein passenden Micra für mich gefunden.  Doch viel Wind um Nichts, das  Schnäppchen war schon weg…zum Glück…es blieb die Frage, wieviel  Auto braucht Susi sorglos? Aufgescheucht gleich selber schnell  die Angebote durchstörbert und siehe da, ein Himmelblauer gleich zwei Orte weiter…aber schwer überteuert….. Werde wohl doch die alte Möhre meines Kollegen nehmen.

nichts geht ewig (gut). Es erfordert jede Menge Geschick eine mehrspännige  Pferdekutsche vorausschauend und umsichtig zu lenken. Mögen seine Stuten mit ihren Scheuklappen entspannt im Trapp bleiben, doch eine winzige Unebenheit und sie beginnen zu scheuen. Wie ein guter Kutscher hat mein Schatz immer alles im Griff,  wir sind  nur Menschen….

So passierte es …ein Blitzer erwischte uns  am Ortsausgang. Unsere Urlaubsreise hatte vor fünf Minuten begonnen und er dürfte offiziell garnicht hier sein. Jetzt gab es  dieses Foto… den Beweis mit Tag – Ort und Uhrzeit…und Susi auf dem Beifahrersitz…da hilft kein Stottern, sondern nur noch Asche fürs Haupt. So ein  verdammter  Bußgeldbescheid sollte seine sorgsam gelenkte Kutsche aus der Bahn werfen? …Parallelwelten können sich kreuzen und das gibt Zündstoff. Susi Sorglos Kommentar…”alles wird gut ;-)..nur vertrauen”. Ich hatte gut Lachen.

Herkules sah das  anders, wir fuhren zurück zum blauen Polizeiwagen der gut getarnt unter Bäumen stand. Die Brieftasche aufklappen und ein paar Scheine hinlegen und Beweisfoto löschen…ach wenn es doch so einfach wäre…

“Ich kann die Fotos nicht ansehen” sagte der Beamte…und während mein Herkules durch die Beifahrerscheibe mit dem Polizisten sprach, blitzte es pausenlos weiter.

Wenigsten hatte er einen Zettel mit Telefonnummer und die Hoffung den Bußgeldbescheid nicht in die Hände seiner Frau fallen zu lassen. Auch Parallelwelten  kreuzen sich …irgendwann…denn nichts läuft immer gerade aus und wie am Zügel …aber möglichst nicht heute, nicht schon bald bitte schön.

Herrentag ist eben nicht der Tag für eine Susi Sorglos…aber er hat nur noch gute drei Stunden ;-) dann ist er vorbei. Schon zum Frühstück fühlte ich plötzlich meine neue Zahnkrone auf der Zunge…sie fiel nun schon das zweite mal vom Sockel. Da kann mir die Laune vergehen, auch wenn die Sonne noch so scheint. Ich denke an den enormen Preis dieses winzigen  gelblichen Keramikzahns und kann froh sein, dass man die Lücke nicht sofort  sieht. Was hilft es da über mein Pech zu jammern…sieh es mal optimistisch, die anderen fünf Kronen sitzen noch drin ;-)
Es gibt diese Jammertage an denen sich alles Sch—- anfühlt.
“Bringe Rotwein, Kuchen und eine Pampelmuse mit”, simste mein Bester auf der Heimreise. Ich freute mich, hatten wir uns doch zehn Tage nicht gesehen. Was machen wir am  Herrentagvorabend…Spargelessen im Club…? Eifersüchteleien und dunkle Gedanken verfolgten mich die Nacht.
Für mich ist heute kein Feiertag…habe mich freiwillig zum Dienst einteilen lassen und Lust auf ein Bier nach Feierabend.
Schick diesem Tag nur ein müdes Lächeln hinterher. Wird schon!

Ob das gut geht?
“Ja, wir hatten  ein wenig Mühe diesen Tag mit Terminen zu füllen”, sagte die Ärztin lachend.
Ich war heute dran, den Mund weit offen, den ganzen Vormittag auf dem Zahnarztstuhl sitzen. Da summt mir nicht nur der Kiefer sondern auch der Schädel.
Wie bei einem alten Haus, beginnst du am Putz zu kratzen, weißt du nie ob nicht gleich die ganze Wand einstürzt. ;-)
So schlimm wurde es dann doch nicht, hatte meinen Glücksbringer dabei.
Jetzt sitze ich daheim mit meinen Provisorien und kann schlecht kauen. Aber  Morgen bin ich fit für meinen Sonnanbenddienst.

Traum und Wirklichkeit

“sich diesen Zahn ziehen”, sagt ein altes Sprichwort …das schmerzende Ding los werden…Mein Backenzahn muckert seit Tagen und heute morgen, greife ich endlich zum Telefon und wähle die Nummer meines Zahnarztes. Das wird weh tun, und brauche bestimmt ne Spritze. Solche Gedanken gehe mir durch den Kopf und dann  finde in meiner Kladde den Eintrag zu einem Zahntraum
mein Sohn und ich sind beim Zahnarzt. Er hat nur noch einen Zahn, der raus muss, und dieser ist der Entscheidende, um sein Gebiss zu richten. Der Doktor zieht seine Spritze auf. Zu meiner Verwunderung bekomme ich auch eine,  ehe ich mich recht versehe. Es geht schnell und zackig. Ich weiß es tut nicht weiter weh und tröste damit meinen Sohn, der noch ganz ängstlich schaut.

Als das erste Schuljahr rum war und ich acht Jahre wurde kam Papa mit einer Überraschung heim. Da stand es – ein dunkelblaues Kinderfahrrad.
Nun übte er mit mir auf der Schulstraße.
„Du musst treten, schneller, na los,… Lenker gerade halten!“

So ging das eine Weile. Ich trat in die Pedale. Papa sollte stolz sein, wie gut ich Fahrrad fahren konnte. Als ich über meine Schulter blickte, war er weg. Papa hielt meinen Sattel nicht mehr. Ich bekam Angst, schlingerte und kippte um. Meine Knie waren immer schorfig in diesen Jahren. Ein alter Mann verhinderte, dass ich auf die Hauptstraße rollte und hielt einfach meinen Lenker fest.

„Jetzt fahren wir nach Altenhagen“ entschied Eberhard an einem sonnigen Wochenende. Doro blieb skeptisch „meinst du sie schafft die acht Kilometer hin und zurück?“
„Das geht schon wirst sehen.“ Sagte Eberhard und sah mich lachend an. Wenn er gut gelaunt war machte er Witze und Faxen. Es machte mich stolz ein großes Mädchen zu sein, die alleine den Weg zur Omi nach Altenhagen, schaffte. Mamis und Papis Fahrräder waren beladen mit Körbchen und Satteln für Bibi, Tommy und Heiko. Nur ich konnte alleine fahren.
Mühelos rollte ich die Straßen entlang. Der Wind streifte durch meine kurzen mittelblonden Haare und der Rock wehte im Fahrtwind. Ich spürte wieder dieses Kribbeln wenn ich einen Abhang hinunter sauste. Wir erreichten Altenhagen ohne Pause. Mit viel Schwung rollte ich den steilen Berg zum „hohlen Grund“ hinab. Rechts konnte ich schon Omi Elses Haus sehen. Die Asphaltstraßen waren glatt, doch nun rüttelte das alte Kopfsteinpflaster an meinem Rad, dass es klapperte. Meine dünnen Arme zitterten, als ich krampfhaft den Lenker gerade hielt. Ich vergaß Omis Haus, ich vergaß wo mein blaues Rad seine Bremse hatte. Es stürzte scheppernd auf die Straße und rutschte über das Kopfsteinpflaster.
Damals fuhren nur selten Autos auf dieser Straße.
Ich bin ein mutiges Mädel und Heulsusen können wir nicht leiden, sagte Papa. Er freut sich nur, wenn ich besser bin als die anderen. Sei bloß nicht feige, ermahnte er mich.

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